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Max Fröschner erfolgreich für League-Nationalmannschaft

Max Fröschner erfolgreich für League-Nationalmannschaft

Während der Großteil der rot-schwarzen Rugger am Sonnabend beim HRC-Tag an der Saarlandstraße weilte, durfte sich HRC-Prop Maximilian Fröschner das Trikot der Deutschen League Nationalmannschaft überstreifen. In Gnarrenburg (Landkreis Rotenburg) empfing die NRLD-Auswahl die Niederlande zum Griphon Cup 2015.

Vor rund 300 Zuschauern konnten die Deutschen einen klaren 46-12 Sieg einfahren. Max spielt neben seiner Haupttätigkeit als Erste-Reihe-Stürmer beim HRC seit 2007 Rugby League. HRC-Pressesprecher Gordon Roeder hat Max gefragt, was ihn dazu gebracht hat und wo die Unterschiede zum bekannteren Rugby Union liegen.

GR: Max, was hat dich bewogen, Rugby League zu spielen?

MF: Rugby League spiele ich seit 2007. Ich habe es noch zu meiner Zeit in England angefangen. Dort habe ich für die German Exiles RL gespielt. Für Deutschland habe ich seit 2007 mehrere Male gespielt. Zum Beispiel in London auf den Middlesex 9s gegen Schottland, dann 2008 in der U21 (Development Squad) gegen Italien, 2010 gegen Serbien und Tschechien, 2012 gegen Norwegen und Malta.

GR: Gibt es in Deutschland einen regelmäßigen League-Spielbetrieb und wie hoch ist das Niveau in der Nationalmannschaft?

MF: Rugby League ist in Deutschland noch unbekannter als Rugby Union, was es natürlich nicht einfach macht, genügend Spieler zu bekommen. Zudem musste sich die National Rugby League Deutschland vor zwei Jahren neu gründen, was bedeutet, dass sie vorrübergehend aus der European Rugby Football League ausgeschlossen war und damit eine Teilnahme am World Cup 2017 in Australien und Neuseeland nicht möglich ist. In Deutschland gibt es zur Zeit noch keinen Ligaspielbetrieb, obwohl es dahingehend Bemühungen gibt. Noch scheitert das aber an der zu geringen Anzahl an League-Spielern, zudem stellt Rugby League natürlich eine Konkurrenz zum Union-Spielbetrieb des DRV dar. Normalerweise wird League im Gegensatz zum Union in den Sommermonaten gespielt. Gegen Holland waren fast nur Spieler aus Deutschland dabei, was ein toller Erfolg ist! Normalerweise spielen in der Nationalmannschaft eine große Anzahl von englischen und australischen Spielern mit Deutschen Wurzeln. Dort wird League auf einem höheren Niveau gespielt. Die Erfahrung, die diese Spieler mitbringen, ist daher natürlich ausschlaggebend, gerade weil der Großteil der "deutschen" Spieler aus dem Union kommt.

GR: Wo liegen deiner Meinung nach die Unterschiede zwischen League und Union und war es schwer für dich, dich nach der langen Saison für den HRC umzustellen?

MF: League wird mit 13 Spielern, statt 15 gespielt und das Spielfeld ist ein wenig schmaler, was dazu führt, dass es mehr Kontakte gibt. Ein Versuch zählt 4 statt 5 Punkte. Außerdem darf beim League höher als beim Union getackelt werden. Die Standardsituationen sind unumkämpft und es gibt keine offenen Gedränge, d.h. der Kampf um den Ball am Boden entfällt völlig. Nach dem sechsten Tackling wechselt der Ballbesitz. Alles in allem sind es doch ein paar Unterschiede, die das League insgesamt etwas schneller als Union machen. Im Prinzip ist es wie Touch Rugby mit Vollkontakt. Die Hits sind aus meiner Sicht etwas härter, als ich es beim Union gewohnt bin. Da ich für das Länderspiel am Sonnabend aufgrund vieler Verletzungen eher kurzfristig nominiert worden bin, hatte ich leider nicht viel Zeit, mich auf das Spiel vorzubereiten.

GR: Was hast Du für die Zukunft geplant?

MF: Meine Priorität liegt natürlich beim HRC. Trotzdem möchte ich auch zukünftig weiter für die League-Nationalmannschaft spielen. Die Jungs sind alle sehr engagiert und die Atmosphäre ist super. Leider haben sich in der Vergangenheit immer wieder Arbeit oder sonstige Termine mit League Events überschnitten, zudem finden die meisten Veranstaltungen in Süddeutschland statt. Um so besser ist, dass in zwei Wochen (4. Juli) ein 9er Rugby League Turnier in Gnarrenburg stattfindet. Wenn vom HRC also jemand Lust hat, Rugby League auszuprobieren, ist es die beste Gelegenheit.

GR: Danke Max für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg bei deiner Nationalmannschaftskarriere!

 

Fotos (c) Sven Peter (www.spfoto.de)

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