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HRC I verliert in Berlin / Sieg für HRC II im Derby

HRC I verliert in Berlin / Sieg für HRC II im Derby

Die Bundesligamannschaft des Hamburger Rugby-Club kommt in diesem Jahr nicht in Tritt. Das Auswärtsspiel beim wiedererstarkten Favoriten Berliner RC ging trotz kämpferischer Leistung deutlich mit 14:44 (7:15) verloren. Die Hamburger konnten der individuell besser besetzten Hintermannschaft der Berliner nichts entgegensetzen und fingen sich insgesamt sieben Versuche.

Das HRC-Trainergespann Segert/Roeder musste wie schon im Spiel gegen Hohen Neuendorf auf einige Leistungsträger verzichten und die Mannschaft vor allem in der Hintermannschaft umstellen. Dass es daher gegen die flinke Angriffsreihe des BRC schwer werden würde, war zu erwarten. Daher war die Devise klar, über den eigenen Sturm zu dominieren, das Spiel eng zu machen und in Ballbesitz zu bleiben. Dies gelang jedoch anfangs nicht, da die Hanseaten in der ersten Viertelstunde kaum in Ballbesitz kamen. Den Berlinern sah man hingegen an, dass sie Wiedergutmachung für die Niederlage in Hamburg leisten wollten. Bereits nach 15 Minuten stand es nach zwei Versuchen (3., 15. Minute) und einem Straftritt (7. Minute) 0:15 aus Sicht des HRC. Mit einem derart guten Start hatten die Hauptstädter wohl selbst kaum gerechnet, wohl aber auch nicht mit der Rückkehr des HRC. Dieser nahm nämlich fortan das Heft mit seinem starken Sturm in die Hand und setzte das geplante sturmlastige Spielsystem konsequent um, was dazu führte, dass der BRC bis zur Halbzeitpause in der eigenen Hälfte eingeschnürt wurde.

In der 22. Minute gelang Kapitän Gordon Roeder nach einer Gasse der Anschlussversuch, der durch Ole Steffen zum 7:15 erhöht wurde. In der Folge kamen die Rot-Schwarzen zu weiteren guten Einlaufchancen, wurde ein Mal im BRC-Malfeld hochgehalten (28. Minute). In der 33. Minute tankte sich HRC-Prop Jonas Günther nach einem schnell ausgeführten Straftritt sogar regelkonform ins Malfeld. Der Versuch wurde durch Schiedsrichter Boris Hoffmann allerdings nicht gegeben, da dieser selbst unfreiwillig die BRC-Verteidigung behinderte. So blieb es beim für die Hamburger unglücklichen 7:15 Halbzeitstand .

Die Rugby-Löwen witterten jetzt Morgenluft und wollten ihr kraftraubendes Sturmspiel auch im zweiten Durchgang fortführen. In diesem merkte man den Hanseaten allerdings die ersten Ermüdungserscheinungen an. Das machte sich vor allem in der Defensive bemerkbar, denn die Gastgeber zogen mit zwei schnell aufeinander folgenden Versuchen (45., 50. Minute) auf 7:25 davon. Der HRC steckte allerdings nicht auf und wollte unbedingt weiter punkten, um wenigstens den Offensiv-Bonuspunkt für vier Versuche zu erreichen. Dies gelang wieder per Sturmspiel nach einer Gasse, wo #8 Gordon Roeder zum zweiten Mal im BRC-Malfeld ablegte (60. Minute, Erhöhung Steffen, 14:25). Leider verletzte sich bei dieser Aktion Zweite-Reihe-Stürmer Benjamin Kühn derart schwer am Knöchel, dass das Spiel in der Folge für den Rettungswageneinsatz für mehrere Minuten unterbrochen werden musste.

Den Hamburgern setzte die Zwangspause anscheinend mehr zu, als den Hausherren. In der Schlussphase des Spiels wollte den Hanseaten leider nicht mehr allzu viel gelingen, so dass es bei den beiden Versuchen blieb. Die agile BRC-Backline hingegen entwischte ein ums andere Mal der HRC-Verteidigung, wodurch diese drei weitere Versuche zum dem Spielverlauf nach etwas zu hohen 14:44 Endstand legten.

Der HRC bleibt mit -1 Tabellenpunkten Letzter in der 1. Bundesliga Nord/Ost und hat am nächsten Wochenende spielfrei, ehe am 26. September das erste Heimspiel gegen den Erzrivalen FC St. Pauli ansteht.

Besser machte es der HRC II. Die Reserve der Rot-Schwarzen gewann am Sonntag das Derby gegen den Hamburger SV auf dem Rugbyplatz Barmwisch denkbar knapp mit 19:18 (0:0). In einer kampfbetonten und spannenden Partie entschied sich nach 0:0 Pausenstand erst in den letzten Minuten das Spiel zugunsten der Zwoten, die jetzt punkgleich mit Union Bremen 60 II (jeweils 4 Punkte) an der Tabellenspitze der Verbandsliga Nord steht. Die Punkte für den HRC II besorgten Noel Bandholtz, Mike Kastolee, Peter Dreessen (jeweils 1 Versuch), sowie Andre Captar (2 Erhöhungen).

 

Foto (Archiv): (c) Holger Beck

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