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Geschichte des HRC

Der 6. Juni 1950 war die Geburtsstunde des Hamburger Rugby Clubs. Gründungsvater Emil Creydt versammelte damals Hamburger Rugbyspieler um sich und gründete mit ihnen den HRC. Creydt lernte sein Rugby-Handwerk bei 05 Linden Hannover und war Abteilungsleiter der Rugby-Sparte beim SV St. Georg. Nach der Gründung des HRC bekleidete er ab 1953 das Amt des HRC-Präsidenten und war über lange Jahre der zweite Vorsitzende des Deutschen Rugby-Verbandes.

Die erste Krise für den jungen Verein ließ aber nicht lange auf sich warten: Mehrere Spieler verließen 1958 nach Querelen den HRC und gründeten einen Rugby-Verein unter dem Namen Wandsbeker RC. Damals existierten zudem bereits die Rugby-Clubs FC St. Pauli sowie die heute nicht mehr bestehenden HSV und SV Polizei. Doch das Kapitel Rugby im WRC wurde schnell wieder zu den Akten gelegt und aus der Konkursmasse wechselten zahlreiche Akteure wieder zum HRC.

In den sechziger Jahren konnte sich der HRC endgültig in der Hamburger Rugby-Szene etablieren. Die sportlichen Erfolge blieben im Ligabetrieb zwar aus, aber der HRC begründete in diesen Jahren seinen Ruf als „Reisemannschaft“, knüpfte Kontakte zu Teams in England und Frankreich. Der sportliche Höhepunkt in dieser Zeit war die Premiere des HRC-Siebener-Turniers (24. August 1968) an der Saarlandstraße. Diese Veranstaltung entwickelte sich in den Folgejahren zu einem Höhepunkt in der norddeutschen Rugby-Szene. Vorher musste der HRC aber seine zweite Krise überstehen.

Da die Mitgliederzahlen bei rund 50 Leuten lag und die Mannschaft lediglich aus sieben Spielern bestand, fand am 19. Dezember 1969 eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Einziger Tagesordnungspunkt: Die Auflösung des HRC und Wechsel zum SC Urania. Doch die aktiven Spieler stemmten sich erfolgreich gegen diesen Plan.

Der März 1975 war dann ein Wendepunkt in der Geschichte des HRC. Gründer Emil Creydt verstarb am 20. März im Alter von 74 Jahren. Im gleichen Monat bezog der HRC aber auch sein Clubhaus in Barmbek-Uhlenhorst (Imstedt 6). Neue Macher prägten ab dieser Zeit den HRC und lenkten die Geschicke des Clubs. Der sportliche Durchbruch gelang dann auch in der Saison 1981/82. Verstärkt durch ehemalige Bundesligaspieler gewann der HRC zum ersten Mal sein eigenes Siebener-Turnier und wurde zudem Hamburger Meister. Und die Mitgliederzahl wuchs auf 138 Rugger (1984) an. 1986 folgte dann die zweite Hamburger Meisterschaft. Daneben gab es Reisen nach Frankreich, Portugal, Dänemark und Tschechien.

Die neunziger Jahre brachten wieder einen Generationswechsel im HRC. Mit Sharon Stone übernahm erstmals eine Frau als Präsidentin das Ruder beim HRC. Diese Zeit war beim HRC vom Willen zum sportlichen Erfolg bei Spielern und Vorstandsmitgliedern geprägt. So kam der HRC im Deutschen Rugby-Pokal bis ins Viertelfinale (1991 und 1992) und ins Halbfinale (1989). Zudem nahm der HRC an der Qualifikation zur 1. Bundesliga teil. Die neu formierte Nordpokalliga konnte der HRC 1994 und 1995 gewinnen. Danach folgte der Absturz in die Regionalliga – zu viele Leistungsträger hatten den HRC verlassen. Ab Ende der neunziger Jahre spielte der HRC, bedingt durch Ligareformen seitens des Verbandes, die Qualifiaktion zur 2. Bundesliga. Der Lohn: seit 1998 spielte der HRC in der zweithöchsten deutschen Rugby-Spielklasse, aus der das Team 2005 in die Regionalliga Nord abstieg. Das Ziel nun: der direkte Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga Nord. Und diese Mission wurde erfolgreich bewältigt. Mit neun Siegen bei nur einer Niederlage (nachdem der Aufstieg bereits feststand) gewann der HRC souverän die "Meisterrunde Nord/Ost" 2006 und kehrte als Meister in die 2. Bundesliga Nord zurück.

Seit 1999 meldet der HRC auch eine zweite Herren-Mannschaft zum Spielbetrieb in der Regionalliga-Nord an. In dieser Mannschaft sollen Anfänger und Junioren erste Rugby-Erfahrungen im Herrenbereich sammeln. In der Saison 2006/07 verzichtet der HRC aber auf eine Teilnahme in der Regionalliga. Junioren und Rugby-Anfänger sollen in Freundschaftsspielen abseits des Ligaalltags Spielpraxis sammeln.  Seit Mitte der achtziger Jahre konzentriert sich der HRC vermehrt auf die Jugendarbeit. So gibt es im Club ein Junioren-Team (U19), eine Jugend-Mannschaft (U17) und Schüler-Teams (U15 und jünger).

In seiner langen Geschichte hat der HRC sich nun sportlich in Rugby-Deutschland etabliert. Aber nicht nur dort. Wappen, Wimpel und andere Insignien schmücken die Wände des HRC-Clubhauses (Imstedt 6, Barmbek-Süd). Gäste aus Alaska, Samoa, Neuseeland, Kanada, Tschechien, Frankreich, England, Schottland, Irland, Holland, Dänemark und Schweden haben ihre Erinnerungsstücke hinterlassen. Zudem beweisen Spieler aus England, Irland, Schottland, Frankreich, Australien, Neuseeland, Südafrika, Rumänien, Portugal, Spanien, Italien und den USA, die aktuell neben den „Hamburger Jungs“ das schwarz-rote HRC-Trikot auf der Jagd nach dem ovalen Leder überstreifen oder es in den vergangenen 56 Jahren getragen haben,  dass der HRC eine internationale Rugby-Familie ist. Und mit all seinen Spielern und Gästen zelebriert der HRC im Keller seines Clubhauses die „Dritte Halbzeit“. Dann ergibt sich für Besucher und Fans die Gelegenheit, sich von HRC-Veteranen Anekdoten und Döntjes aus der bewegten Vergangenheit des Hamburger Rugby-Clubs erzählen zu lassen.

Fortsetzung folgt ...